«Matter verspricht, die Qualität der Radioinformation dürfe nicht sinken. Aber gleichzeitig lässt seine eigene Vorstellung von Konvergenz, die nur zentralisiert funktioniert, Ungutes erahnen. Der angestrebte maximale Effizienzgewinn könnte zu einem Info-Moloch führen, zu einer auf Tempo getrimmten Verwurstungs-Maschine: der «Echo»-Beitrag schnellstmöglich produziert, auf SRF News online geschaltet, kaum noch als «Echo»-Beitrag erkennbar, später in der «Echo»-Sendung ausgestrahlt.» „Unehrliche Umzugspläne (Kommentar Der Bund)“ weiterlesen
Stellungnahme zum Interview mit SRF-Direktor Ruedi Matter (Der Bund / Tages-Anzeiger
Im Interview mit den Zeitungen Der Bund, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger sagt SRF-Direktor Ruedi Matter:
«Radio wird heute zunehmend anders, digitaler konsumiert. Diese neuen Angebote werden strategisch und technologisch in Zürich entwickelt.»
Matter begründet damit die Pläne, das Radiostudio Bern nach Zürich verlegen zu wollen. Die SRF-Führung wechselt damit die Kommunikationsstrategie. Bis vor kurzem war der Umzug ein Sparprojekt. Jetzt wird es plötzlich ein Innovations- und Technologieprojekt.
Neue Kommunikationsstrategie
Diese Argumentation ist neu und macht uns skeptisch. Ruedi Matter argumentiert rein technologisch und betriebswirtschaftlich. Staatspolitische, medienpolitische (Medienkonzentration in Zürich) und föderale Bedenken spielen in seiner Argumentation keine Rolle. „Stellungnahme zum Interview mit SRF-Direktor Ruedi Matter (Der Bund / Tages-Anzeiger“ weiterlesen
SRG gibt Gas in gesetzlicher Grauzone (Medienwoche)
Ob der ganzen Aufregung um eine mögliche Schliessung des Radiostudios in Bern kann leicht vergessen gehen, dass die nicht nur um- und abbauen, sondern auch ausbauen will. In der Mitteilung vom 4. April steht zu lesen: «…ausgebaut würden die regionalen Korrespondentenstandorte in der Deutschschweiz.» Wie das konkret aussehen könnte, wird noch in diesem Jahr im Rahmen eines Pilotversuchs in St. Gallen evaluiert „SRG gibt Gas in gesetzlicher Grauzone (Medienwoche)“ weiterlesen
Ständerätin Anita Fetz: «Das ist ein absoluter Affront.» (Schawinski SRF)
Die Basler Ständerätin hat sich in der Sendung «Schawinsiki» von Fernsehen SRF zur geplanten Schliessung des Radiostudios Bern geäussert: «Wenn sie das Radio in Bern schliessen, dann ist das ein absoluter Affront.»
Sehen Sie das ganze Interview hier (ab Minute 11.50). Oder hier:
SRG: Vertrauen durch Vernetzung (Robert Ruoff / Medienwoche)
Mit einer grossen Reorganisation reagierte die SRG 1991 auf die Konkurrenz aus dem deregulierten Medienumfeld in den Nachbarstaaten. Das Rezept waren Entstaatlichung und Regionalisierung. Jetzt fehlt noch die aktive Vernetzung mit den Nutzerinnen und Nutzern.
„SRG: Vertrauen durch Vernetzung (Robert Ruoff / Medienwoche)“ weiterlesen
