Medienkritik: Radio braucht Distanz zum Fernsehen (NZZ am Sonntag)

In der NZZ am Sonntag vom 15. April erklärt Katharina Bracher, wieso das Radiostudio Bern in Bern verbleiben soll.

 

 

„Es steht zu befürchten, dass dem räumlichen und organisatorischen Zusammenrücken bald auch eine inhaltliche Nivellierung folgen wird. Das Schweizer Radio steht seit je vom Zeitgeist ungebeugt als Garant für qualitativ hochstehende, vertrauenswürdige Informationen. Nicht zufällig ist es im Gegensatz zum Fernsehen seit Jahren in Fachredaktionen gegliedert, um Dossierfestigkeit und Sachkompetenz der Journalisten zu fördern.“

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Berner Wirtschaft fordert von SRG klares Bekenntnis zum Medienstandort Bern (Klein Report)

Auch der Unternehmer Peter Stämpfli, Mitinhaber der Stämpfli-Gruppe, hofft, dass sich die SRG die Züglete nach Zürich noch einmal durch den Kopf gehen lässt oder sich irgendeine andere Variante überlegt. «Bern ist ein Brückenbauer der Sprachregionen, was für die ganze Schweiz von besonderer Bedeutung ist», so der Präsident von Fokus Bern.

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Mietkosten verschieben statt Medienqualität optimieren (Infosperber)

Die Schliessung des Berner Radiostudios war schon vor der Billag-Abstimmung geplant. Aber bekannt geben wollte man es erst nachher.

Seit dem 4. April ist es offiziell: Der Schweizer Medienkonzern SRG plant eine Konzentration weitgehend aller SRF Radio-, Fernseh- und Onlineproduktionen in seiner Fabrik im Zürcher Vorort Leutschenbach. Das Informationszentrum von SRF im Radiostudio Bern soll verschwinden. Rund 130 Journalistenstellen, darunter auch das Team des «Echo der Zeit», sollen ins Leutschenbach gezügelt werden. Als Hauptgrund für die Umlagerung nennt die SRG Sofort-Sparmassnahmen, die wegen der Kürzung der Gebühren nötig seien.

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Es braucht ein klares Bekenntnis zum Medienstandort Bern (Berner Wirtschaft)

Offener Brief der Berner Wirtschaftsverbände an die SRG SSR Generaldirektion

Die Berner Wirtschaftsverbände stehen dem angekündigten Umzug des Radiostudios von Bern nach Zürich kritisch gegenüber. Ein Abbau des Studios in Bern ist nicht nur ein unternehmerischer Entscheid zur Steigerung der Effizienz. Es geht um die Bedeutung der SRG als eine national und regional stark verankerte Medienorganisation. Eine Konzentration der nationalen Medienhäuser in Zürich ist nicht im Sinne der föderalistischen Schweiz und widerspricht dem Service-Public-Gedanken wie auch dem politischen Willen der Schweizer Bevölkerung.

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Ja zu einem starken Medienstandort in der Hauptstadtregion (Hauptstadtregion)

Die SRG hat diese Woche ihre Überlegungen zur Evaluation ihrer Standorte präsentiert. Unter anderem wird der Umzug des Radiostudios von Bern nach Zürich in Betracht gezogen. Die Hauptstadtregion Schweiz steht als Politzentrum diesen Überlegungen äusserst kritisch gegenüber. Es ist nicht im Sinne der föderalistischen Schweiz, dass in Zukunft die nationalen Medienhäuser primär in Zürich angesiedelt sind. Das entspricht nicht dem politischen Willen und auch nicht dem Service-Public-Gedanken, den die Bevölkerung mit der SRG verbindet. Die Hauptstadtregion Schweiz wird sich für ein starkes Politzentrum mit dem entsprechenden Medienplatz in unserer Region engagieren.

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